Milander Quartett

"Das perfekte Zusammenspiel bildete die Grundvoraussetzung für eine differenzierte einfühlsame Spielweise und eine emotionsgeladene mitreißende Interpretation der Werke." (Der Kölner Stadtanzeiger)

Die kulturell unterschiedliche Herkunft der Musiker bereichert das Spiel des 2004 gegründeten und somit noch jungen Ensembles. Im gleichen Jahr debütierte das Milander Quartett bereits in der Münchner Philharmonie. Durch die musikalische Zusammenarbeit mit der Geigerin Ana Chumachenco haben die Musiker wichtige Impulse erhalten. Das Münchner Quartett hat seit der Gründung zahlreiche Konzerte und Tourneen u. a. in Holland, Deutschland, Ungarn, Russland, Ukraine und Österreich absolviert.2006 wurde das Quartett vom Bayrischen Rundfunk eingeladen, alle Beethoven-Quartette aufzunehmen. Das Ensemble wird 2007 eine CD bei Avie Records veröffentlichen.Neben dem Standardrepertoire auch selten gespielte Werke aufzuführen, außergewöhnliche Programme mit Auftragswerken zu ergänzen und in wechselnder Formation aufzutreten ist ein besonderes Anliegen des Quartetts. In Zukunft sind auch Projekte mit namhaften Gastkünstlern geplant.

 


Die gebürtige Ukrainerin Milana Chernyavska (Klavier) ist eine der gefragtesten Kammermusikerinnen unserer Zeit. Die Kammermusikpartnerin von Julia Fischer, Lisa Batiashvili, Daniel Müller-Schott, Arabella Steinbacher und vom Vogler Quartett hat bereits CD-Einspielungen bei EMI, Naxos, Claves, Avie Records und Ars Musici vorliegen. Als Solistin hat sie außerdem mit zahlreichen renommierten Ensembles konzertiert (u.a. Münchner Kammerorchester) und wird 2007 bei Avie Records eine Solo-CD mit Werken von Schumann einspielen. Ihre künstlerischen Leistungen wurden inzwischen durch zahlreiche Preise bei internationalen und nationalen Wettbewerben anerkannt: 1. Preis Nationaler "Lisenko" Klavierwettbewerb (1988, Kiew), 1. Preis Internationaler Klavierwettbewerb "Pierre Lantier" (1994, Paris), 3. Preis Internationaler Kammermusikwettbewerb "Vittorio Gui", die Goldmedaille beim Internationalen "Wladimir und Regina Horowitz" Klavierwettbewerb (1994, Kiew) u.a. Milana Chernyavska ist regelmäßiger Gast beim Lucerne Festival, beim Rheingau- und Schleswig-Holstein Musikfestival, bei den Festspielen Schwetzingen sowie in bedeutenden Konzertsälen wie dem Münchner Herkulessaal, dem Concertgebouw Amsterdam, der Suntory Hall Tokio sowie der Carnegie Hall New York. Die vielseitige Künstlerin ist zudem als Professorin am Konservatorium in Feldkirch (Österreich) tätig.

Die französische Geigerin Lisa Schatzman (Violine) gab mit sechs Jahren als jüngste Schülerin des ungarischen Geigers Tibor Varga ihren ersten solistischen Auftritt mit Orchester. Ihre Studien führten sie weiter zu Hagai Shaham in Israel und zu der renommierten Prof. Ana Chumachenco an die Musikhochschule München. Weitere Anregungen erhielt sie von Miriam Fried, Ida Haendel und Joseph Silverstein. Preisträgerin des Internationalen Wettbewerbs 2004 in Genf musizierte sie als Solistin unter der Leitung von Christoph Poppen und Wolfram Christ, mit dem Kammerorchester Mannheim, dem Orchester Istropolitana, dem Staatsorchester Weissrussland oder dem Orchestre Colonne. Regelmäßig ist sie zu Gast beim Nymphenburger Sommerfest München, dem Ravinia Festival Chicago und dem Festival de Musique en Lorraine. Als Kammermusikerin spielte sie mit namhaften Künstlern wie Ralph Kirschbaum, Ana Chumachenco, Wen-Sin Yang, Atar Arad sowie auf bedeutenden internationalen Konzertpodien (Herkulessaal München, Auditorium Radio-France Paris, Victoria Hall Genf). Lisa Schatzman spielt eine Geige von G.B.Guadagnini, die ihr von der Pro-Canale Stiftung Milano zur Verfügung gestellt wird.

Alexander Moshnenko (Viola), im ukrainischen Kiew geboren, erhielt im Alter von vier Jahren seinen ersten Violinunterricht. Schon während seiner Ausbildung in Kiew gewann er höchste Preise bei nationalen Wettbewerben. Nach seinem Studium an der Nationalen Tschaikowsky Musikakademie in Kiew studierte er u. a. bei den Professoren D. de Rosa, Chr. Poppen, B. Pergamenscnikov und A. Longuich an der Europäischen Kammermusik Akademie in Krakau. Seit 1990 ist er Solo-Bratschist im "Ensemble Klassische Musik" in Kiew. Parallel hierzu widmet er sich seinen zahlreichen Verpflichtungen als Solist mit Orchestern in der Ukraine und Russland. Seine besondere Liebe gilt der Kammermusik. 1994 gewann er die Goldmedaille beim Internationalen Kammermusikwettbewerb "Vladimir und Regina Horowitz" in Kiew. Alexander Moshnenko war Gast bei zahlreichen Festivals wie den Ukrainischen Kulturwochen in München und Finnland, dem "Julia Fischer Festival" in Starnberg, dem Musikfestival der Europäischen Kammerakademie in Prag und Krakau, dem Kammermusik Festival "Maggio Musicale" in Florenz und dem Festival "Musikdialoge" in Kiew. Als Mitglied verschiedener Kammermusikensembles gab er Konzerte in Italien, der Schweiz, Japan, Deutschland, Frankreich, Belgien und Polen und machte zahlreiche Rundfunk und TV-Aufnahmen.

Beni Santora (Cello), in Luzern geboren, ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Gleich zweimal gewann er den Gesamtschweizerischen Wettbewerb, zudem ist er Preisträger des Internationalen Brahms-Wettbewerbs und des Gabrielli-Wettbewerbs der deutschen Hochschulen in Berlin.

Er begann seine Ausbildung bei Prof. Stanislav Apolin. Weitere Studien führten ihn zu Prof. Ivan Monighetti (Basel), Prof. Miklos Perenyi (Budapest) und schließlich zum berühmten Pädagogen Prof. Wolfgang Boettcher an die Hochschule der Künste Berlin. Weitere Impulse erhielt er bei Meisterkursen von Lluis Claret, Antonio Meneses, Zara Nelsova und dem legendären Janos Starker. Beni Santora wurden Studienpreise des Migros Genossenschaftbundes und des schweizerischen Tonkünstlervereins zugesprochen. Seit frühester Kindheit tritt Beni Santora als Solist mit verschiedenen europäischen Orchestern auf. 2001 debütierte er in den USA mit dem Cincinnati Chamber Orchestra. Er war Gast beim Martinu Festival Basel, beim Festival de jeunes Solistes Bordeaux, dem International Miskolc Festival oder bei Musica Mallorca. Als Solocellist war Beni Santora beim Bayerischen Staatsorchester, Mahler Chamber Orchestra und den Düsseldorfer Symphonikern tätig. 2006 wurde er erstmals eingeladen, um im Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado mitzuwirken. Rundfunkaufnahmen liegen beim Sender Freies Berlin vor sowie dem Bayerischen Rundfunk und dem ungarischen Rundfunk. Erst kürzlich gab Beni Santora einen Meisterkurs im italienischen Brescia.

 
   
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